Scheidung Köln

Ihre Scheidung in guten Händen!

Sie suchen einen Anwalt oder haben Fragen zum Thema Scheidung Köln? Ich bin Fachanwältin für Familienrecht und informiere Sie umfassend über Ihre Rechte und Möglichkeiten bei einer Scheidung.

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Das sollten Sie zum Thema Scheidung Köln wissen:

  • Warum braucht man überhaupt einen Anwalt für die Scheidung?

    Für den Ehegatten, der einen Scheidungsantrag einreichen will, egal ob in Köln oder an jedem anderen Gericht, gilt laut Gesetz Anwaltszwang. Die Scheidung kann beim Familiengericht nur von einem Anwalt beantragt und eingereicht werden. Vor allem kann der Anwalt Ihnen erklären, welche Rechte Sie haben und was Sie bei der Scheidung beachten sollten:

    • Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Einreichung der Scheidung?
    • Welche Folgen sind mit dem Einreichen des Antrages verbunden?
    • Wie kann man die Scheidung so schnell wie möglich durchführen?
  • Scheidung einreichen? Vor- und Nachteile

    Lebt man seit über einem Jahr getrennt und hält die Ehe immer noch für gescheitert, fragt man sich, ob man einen Scheidungsantrag stellen soll oder ob man damit noch wartet. In manchen Bereichen hat der Scheidungsantrag eine unmittelbare Wirkung, in anderen überhaupt keine. Welche Gründe sprechen also für und welche gegen eine frühzeitige Scheidung?

    Die Bereiche, für die eine Scheidung keine Rolle spielt, sind die Steuer und das Sorgerecht

    Es bringt keine steuerlichen Vorteile, wenn man mit der Scheidung abwartet. Ein weit verbreiteter Irrtum besteht darin, dass die Eheleute sich noch solange gemeinsam steuerlich veranlagen könnten, bis sie geschieden sind. Das ist falsch. Das Einkommenssteuergesetz sagt eindeutig, dass sich auch getrennt lebende Ehegatten wieder einzeln veranlangen müssen und zwar ab dem nächsten Jahreswechsel, also ab dem nächsten 01.01., der auf die Trennung folgt. Die Lohnsteuerklassen müssen also auch ab diesem Zeitpunkt geändert werden. Wer dies nicht tut, muss die zu viel bezogene Steuer erstatten. Außerdem droht der Vorwurf der Steuerhinterziehung, wenn die Ehegatten die steuerlichen Vorteile weiter beziehen. Das gemeinsame Sorgerecht der Ehegatten wird bei einer Scheidung nicht mehr geregelt. Es bleibt also auch nach der Scheidung bei einem gemeinsamen Sorgerecht der Eltern.

    Die Bereiche, in denen die Einreichung der Scheidung eine Rolle spielt, sind der Unterhalt, das Vermögen und die Rentenansprüche

    Für den Unterhalt spielt die Scheidung eine Rolle, da sie die Ehedauer beendet. Die Ehedauer ist ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung, wie lange noch Unterhalt an den Ehegatten geleistet wird. Je länger die Ehe war, umso länger sind im Regelfall die Unterhaltszahlungen. Außerdem ist der Unterhalt nach der Scheidung strengeren Maßstäben als der Trennungsunterhalt vor der Scheidung unterworfen. So kann z. B. eine Befristung von Unterhalt erst für den Unterhalt nach der Scheidung geltend gemacht werden.

    Vermögen und Rente werden ganz unmittelbar von der Scheidung berührt. Wenn die Eheleute in einer Zugewinngemeinschaft leben, nehmen sie am Vermögenszuwachs des Ehegatten während der Ehe teil. Hat der eine Ehegatte während der Ehe mehr Vermögen dazugewonnen, muss er dem anderen Ehegatten einen Ausgleich zahlen. Diese Teilhabe endet erst dann, wenn der Scheidungsantrag zugestellt wird und zwar genau an diesem Tag. Das gilt auch für die Rentenansprüche. Auch hier gibt der Ehegatte, der während der Ehe mehr in die Rente gezahlt hat, dem anderen Ehegatten etwa ab. Auch diese Teilhabe endet erst dann, wenn die Scheidung eingereicht wird.

    Es kann also durchaus große Vorteile oder Nachteile haben, wenn man eine Scheidung zu früh oder zu spät einreicht.

  • Was kostet eine Scheidung?

    Die Kosten für ein Scheidungsverfahren bestehen aus den Gebühren für einen Anwalt und für das Gericht. Die Kosten des Anwalts richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), weshalb bei jedem Anwalt die gleichen Gebühren anfallen.

    Eine billige Scheidung oder eine günstigere Scheidung gibt es daher nicht. Ein Anwalt, der weniger als diese vorgeschriebenen gesetzlichen Gebühren abrechnet, verstößt gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Die meisten Anwälte rechnen auch nicht mehr als diese Gebühren ab. Lassen Sie sich also von entsprechenden unseriösen Werbemaßnahmen von Anwälten nicht irritieren.

    Wie hoch diese Gebühren sind, richtet sich nach dem Streitwert des Scheidungsverfahrens. Der Streitwert bestimmt sich wiederum nach dem Nettoeinkommen der beiden Eheleute über einen Zeitraum von 3 Monaten. Verdient zum Beispiel ein Ehepaar € 1.500,- und € 2.000,- netto monatlich beträgt der Streitwert für das Scheidungsverfahren € 10.500,- (€ 1.500,- + € 2.000,- x 3 Monate). Der Streitwert kann sich noch erhöhen, wenn in dem Scheidungsverfahren Renten ausgeglichen werden. Für jede Rente, die ausgeglichen wird, erhöht sich der Streitwert um weitere 10 %. Auch die Gerichtsgebühren richten sich nach diesem Streitwert.

    Eine genaue und übersichtliche Berechnung der Kosten erhalten Sie unter dem Kostenrechner der Arge Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins.

    Die Anwalts- und Gerichtskosten, die für das Ehescheidungsverfahren anfallen, sind als nicht abwendbare außergewöhnliche Belastungen steuerlich absetzbar. Mit Urteil vom 12.05.2011 - Az.: VI R 41/10 – hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass darüber hinaus nun auch insgesamt Zivilprozesskosten steuerlich abzugsfähig sind, wenn sie unausweichlich sind. Somit sind Damit sollten nun auch die Kosten für weitere Streitigkeiten wie z. B. Unterhalt, Sorgerecht usw. absetzbar sein. Voraussetzung ist lediglich, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint.

  • Steuer bei Trennung und Scheidung

    Keine gemeinsame Steuer bis zur Scheidung!

    Immer wieder versäumen die Ehegatten es, die Lohnsteuerklassen rechtzeitig zu wechseln. Sie gehen davon aus, dass die gemeinsame steuerliche Veranlagung bis zur Scheidung andauert. Das ist aber nicht der Fall. Das Einkommenssteuergesetz sieht vor, dass nur die zusammenlebenden Ehegatten steuerliche Vorteile erhalten sollen. Leben die Ehegatten aber dauerhaft getrennt, müssen sie sich wieder einzeln veranlagen lassen. Das gilt immer ab dem nächsten Jahreswechsel, der auf die Trennung folgt. Wer den Wechsel über einen längeren Zeitraum versäumt, muss mit hohen Nachzahlungen rechnen und zudem mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung.

  • Die Renten – Der Versorgungsausgleich

    Bei einer Scheidung werden vom Gericht automatisch die Rentenansprüche der Eheleute ausgeglichen, die diese in der Ehe erworben haben. Hierzu schreibt das Gericht die Rententräger an und verlangt eine Auskunft über die Rentenansprüche der Eheleute. Dieses Verfahren nennt man Versorgungsausgleichsverfahren. Die Rentenansprüche, die die Ehegatten während der Ehe angespart haben, werden zwischen diesen ausgeglichen. Nur dann, wenn eine Ehe kürzer als 3 Jahre gedauert hat, führt das Gericht dieses Verfahren nicht automatisch, sondern nur dann aus, wenn ein Ehegatte dies ausdrücklich beantragt.

    In besonderen Fällen, in denen ein Ausgleich der Renten in Anbetracht der Ehe besonders unbillig erscheinen würde, kann ein Antrag darauf gestellt werden, dass der Versorgungsausgleich nicht durchgeführt werden soll. Das Gericht prüft dann, ob der Ausgleich unterbleiben sollte.

  • Wie lange dauert das Scheidungsverfahren?

    Die Dauer eines Scheidungsverfahrens kann völlig unterschiedlich ausfallen. Üblicherweise dauert ein Verfahren 6 – 12 Monate, wenn im Scheidungsverfahren auch die Renten der Ehegatten ausgeglichen werden. Dieser Ausgleich der Renten, der sogenannte Versorgungsausgleich, kann erst erfolgen, wenn dem Gericht die Auskünfte sämtlicher Rententräger vorliegen, bei denen die Ehegatten Rentenanwartschaften erworben haben. Je mehr Auskünfte das Gericht einholen muss, umso länger kann das Verfahren andauern.

    Am schnellsten geht es, wenn der Rentenausgleich überhaupt nicht stattfindet. In diesem Falle kann das Gericht einen Scheidungstermin bereits zeitnah nach wenigen Monaten ansetzen. Wenn die Ehegatten ein schnelles Verfahren wünschen und damit einverstanden sind, dass ein Rentenausgleich nicht stattfinden soll, können sie dies entweder beim Notar beurkunden lassen oder im Scheidungstermin gegenüber dem Gericht erklären. Im Gerichtstermin kann ein Ausschluss des Versorgungsausgleichs jedoch nur erfolgen, wenn beide Ehegatten anwaltlich vertreten sind.

    Besonders lang dauert ein Scheidungsverfahren dann, wenn die Ehegatten sich noch über offene Ansprüche streiten. Will ein Ehegatte zum Beispiel Unterhaltsansprüche oder vermögensrechtliche Ansprüche klären, kann er hierzu einen Antrag im Scheidungsverfahren stellen. Ein Scheidungstermin erfolgt erst dann, wenn das Gericht in der Lage ist, auch über diese streitigen Ansprüche zu entscheiden. Je nach Schwierigkeit der Angelegenheit kann sich die Klärung dieser Ansprüche über mehrere Jahre hinweg ziehen.

  • Trennungsjahr - Beginn und Beweis

    Das deutsche Scheidungsrecht sieht vor, dass sich Eheleute erst dann scheiden lassen können, wenn sie seit einem Jahr getrennt leben. Das Gesetz bezweckt damit, dass die Eheleute sich ganz sicher sein sollen, dass sie ihre Ehe für gescheitert halten. In nur ganz geringen Ausnahmefällen kann eine Scheidung schon vor Ablauf des Trennungsjahres eingereicht werden, im Fall einer sogenannten Härtefallscheidung. Solch ein Härtefall liegt nur dann vor, wenn die Fortsetzung der Ehe für einen Ehegatten eine unzumutbare Härte darstellen würde.

    Üblicherweise kann eine Scheidung somit wenige Monate vor Ablauf des Trennungsjahres eingereicht werden.

    Der Ehegatte, der eine Scheidung einreicht und darin erklärt, dass er seit einem Jahr getrennt lebt, muss dies im Zweifelsfall beweisen können. Wenn der Andere den angegebenen Trennungszeitpunkt bestreitet und dieser nicht bewiesen werden kann, droht dem Antragsteller die Abweisung seines Scheidungsantrages.

    Ein starker Beweis für die Trennung der Eheleute ist der Auszug eines Ehegatten aus der gemeinsamen Wohnung oder dem gemeinsamen Haus. Eine Trennung kann aber auch bereits stattgefunden haben, während die Eheleute noch zusammen leben. In diesem Falle müssen die Eheleute von Tisch und Bett getrennt leben, sie dürfen also keinen gemeinsamen Haushalt mehr führen und auch das Bett nicht mehr teilen. Schwierig ist es jedoch, dies später zu beweisen.

  • Scheidung erst nach 3 Jahren?

    Um sich scheiden zu lassen, muss man nicht drei Jahre lang getrennt sein, wenn der Ehegatte der Scheidung nicht zustimmen will. Es reicht aus, dass die Ehegatten nachweisbar seit einem Jahr getrennt leben. Bei einer einjährigen räumlichen Trennung geht man davon aus, dass die Ehe gescheitert ist. Verweigert ein Ehegatte die Scheidung, wird er in diesem Fall gegen seinen Willen geschieden.

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Fachanwältin für Familienrecht in Köln - Rechtsanwältin Christine Andrae

„Ich bin ausschließlich auf dem Gebiet des Familienrechts tätig. Deshalb verfüge ich über viel Erfahrung in familienrechtlichen Angelegenheiten und Gerichtsverfahren. Wegen der ständigen Reformen im Familienrecht bilde ich mich regelmäßig und in überdurchschnittlichem Umfang fort. Meine besonderen Fachkenntnisse wurden geprüft und zertifiziert. Ich freue mich, wenn Sie von meiner Erfahrung und meinen Fachkenntnissen profitieren können.”

bewertung

„Sehr kompetente und extrem schnelle Rechtsberatung, die ich nur weiterempfehlen kann!“